Die Lieder beschworen häufiger mal tosende Wellen und die vielzitierte „steife Brise“, die Realität hingegen ließ vor Lüdos Kulturhaus aber eher an die Karibik denken: Das Wetter meinte es Ende Juni mit dem Shantychor-Festival bei dessen zweiter Auflage fast schon zu gut, so dass sich die begehrtesten Plätze am Getränkestand oder im Schatten der alten Platanen befanden. Insgesamt acht befreundete Formationen aus allen Teilen Nordrhein-Westfalens sowie aus den Niederlanden hatten die Dortmunder Sänger zu sich in den Heimathafen eingeladen. Der insgesamt zehnte Chor bestand dann an beiden Festivaltagen aus dem Publikum, das jeweils zum Finale bei unsinkbaren Evergreens wie dem „Gorch Fock Lied“ oder – logisch! – dem Steigerlied beherzt mit einstieg.
Eine andere Kooperation war so vorher gar nicht geplant gewesen: Gemeinsam mit den Sangesbrüdern aus Bünde enterten die Lokalmatadore für ein paar Stücke die Bühne und hinterließen bei den Gästen stimmgewaltigen Eindruck.
Von Shantys über Schlager und Gassenhauern bis hin zu bekannten Seemannsmelodien boten die beiden sehr gut besuchten Tage am Kulturhaus alles. Und als dann am Samstagabend der letzte Song über Wind und Wellen verklungen war, wurde vom Dorffest-erprobten Party-Duo „N-Joy“ noch ein Nachtisch serviert.
Apropos: Dank Kuchen-, Grill- und dem beliebten Matjesstand musste sich niemand Sorgen um die Verpflegung machen, und dass an Tagen wie diesen der Eiswagen die Laune nochmal hob, versteht sich von selbst.
So ging dann auch der Dank der Organisatoren – außer an die Gäste auf und vor der Bühne – an alle Sponsoren, Kuchenspender*innen sowie fleißige Helfer vor und hinter den Kulissen.

















