Karl Schwarz war Jahrzehnte lang ein nicht wegzudenkender Teil der Bövinghausener Gemeinschaft. Ob es sich dabei um sein Engagement in der türkischen Gemeinde, beim Gitarrenkreis, beim TuS Bövinghausen oder seine Tätigkeit im Reisebüro „Hoga Reisen“ handelte, überall war er ein gern gesehener Mensch und ein Ansprechpartner für jede und jeden. Nicht zuletzt hatte er im Bürgerhaus der „Heinz und Ilse Stiftung“, wo auch seine Trauerfeier stattfand, eine tragende Rolle gespielt. Dort war er „bekannt wie ein bunter Hund“, erzählt uns seine langjährige Kollegin, die Anwältin Kristina Theobald, in einem Gespräch. Zusammen arbeiteten sie jahrelang für die „Heinz und Ilse Schulze Stiftung“.
Am 7. März verstarb Karl Schwarz unerwartet, die Trauerfeier folgte Ende des Monats im Bürgerhaus Bövinghausen. Über 150 Wegbegleiter nahmen daran teil. Vertreter*innen des TuS Bövinghausen, der örtlichen Vereine, der türkischen Community, sein Gitarrenkreis, sein Motorradclub und die Taekwondo-Mannschaft kamen, neben Freunden, Bekannten und Familie, um sich von Karl Schwarz zu verabschieden.
Durch seine Tätigkeit im Reisebüro sei er viel gereist und hatte ein großes Interesse an anderen Kulturen: „Er hat bestimmt die halbe Welt bereist, vielleicht auch die Ganze, dass weiß ich nicht so genau“, erzählt uns Theobald. „Jedenfalls ist er immer ein weltoffener Mensch, ohne Vorbehalte gegen jegliche Herkunft oder Religion, gewesen.“
Im Bürgerhaus selbst ist er mehreren Tätigkeiten nachgegeangen: „Er war quasi Hausmeister und ,Mädchenfür alles’ in einem. Organisierte und betreute Veranstaltungen jeglicher Art und war Ansprechpartner für alles“, berichtet Theobald. So richtig könne man seine Tätigkeiten gar nicht zusammenfassen, weil er so vielseitig engagiert war. Klar ist: Karl Schwarz war ein Mensch, der sich wie kein zweiter für seinen Stadtteil und die Menschen um ihn herum einsetzte und sicherlich eine Lücke im Leben von Vielen hinterlässt.

















