Einer der populärsten deutschen Magier beschließt, an einem festen Spielort vor Anker zu gehen, und dieser befindet sich … in Dortmund-Oespel: Klingt die Geschichte nicht bis hierhin schon ein wenig surreal?
Das wiederum ist nichts im Vergleich zu den Ereignissen, die man im Laufe einer Show im „Secrets“ an der Wulfshofstraße 20 miterleben darf. Hier gehören Haus und dessen Bühne TV-Magier und Mentalkünstler „Farid“, spätestens seit seinen eigenen TV-Formaten landesweit populär.
Einen Abend im Secrets detailliert wiederzugeben, verbietet sich zwar auch, weil der Spaß mit der unvorbereiteten Verblüffung wächst. Zweitens aber werden im Zuge von „Secrets & Wonders“ sowieso scheinbar alle Gesetze der Kausalität ausgehebelt, wandern geheime Informationen quer durch den Raum in versiegelte Umschläge oder sogar unausgesprochen von einem Kopf in den anderen. Und nachdem der letzte Vorhang gefallen ist, gibt es kaum ein Gesicht, aus dem nicht die Frage spricht: „Wie um alles in der Welt …??“
Mit der Eröffnung von „Secrets – The Magic Loft“ im letzten September erfüllte sich der Magier nach eigenen Worten einen lange gehegten Wunsch. Was aus ihm eines Tages mal werden sollte, berichtet der Entertainer, wusste er aber im Grunde spätestens mit zehn Jahren.
Wie aus diesem Traum letztlich Realität wurde? „Vom Prinzip ist es nicht anders, als wenn man – sagen wir – Basketballprofi werden möchte“, sinniert Farid. „Ein gewisses Grundtalent ist zwar nötig, aber danach hängt jede Menge am Herzblut, an der Bereitschaft, die Extra-Meile zu gehen.“ Die, wie der TV-Magier bestätigt, in seinem Metier in vielfacher Hinsicht zurückgelegt werden muss: „Um Fingerfertigkeit muss ich mich genauso kümmern wie um Rhetorik, Psychologie und noch einiges mehr.“
Apropos Psychologie: Kann ein Mentalist wie Farid seine Talente im Alltag überhaupt noch an der Leine halten? Oder hat er quasi gar keine andere Wahl, als den Leuten ständig in die Köpfe zu blicken? Nein, lacht der Künstler, diese Fähigkeit lasse sich im Alltag gut regulieren.
„Was allerdings sogar im Bekanntenkreis hin und wieder vorkommt“, amüsiert er sich, „ist, dass ich nicht in eine Jacken- oder Hosentasche greifen kann, ohne dass die Leute glauben: ‘Oh, jetzt passiert was!‘ Dann muss ich beschwichtigen: Einfach nur ein Taschentuch, okay?“
















