Vor allem die Jugend bzw. der Nachwuchs war eingeladen, sich auf der Martener Meile beim diesjährigen Demokratietag einzubringen. Das ging auf unterschiedlichste Weise, zogen sich doch vielfältige kleine Spielangebote die ganze Straße entlang, die vom Bastelstand über ein Graffiti-Projekt bis hin zu sportlichen Herausforderungen und einem Streetkicker reichte. Der thematische Bezug: Nun ja! Immerhin in dem einen oder anderen Redebeitrag auf der Bühne wurde deutlich, was sich die Organisatoren inhaltlich auf die Fahne geschrieben hatten, und auch die „Omas gegen rechts“ ließen dort mit ein paar klaren Botschaften Gitarrensaiten und Stimmbänder erklingen. Weitere musikalische Beiträge kamen von den Kindern der Holte-Grundschule, die das Fassungsvermögen der kleinen Bühne voll ausreizten, sowie der Musikschule Ristow-Thielker. Deren Mitinhaber Uwe Thielker war es dann auch, der in der Meile als Moderator durch den Tag führte.
Unter den Linden wiederum wirkte ein umfangreiches Netzwerk an Akteuren von den Jugendfreizeitstätten des Dortmunder Westens über viele Schulen der Umgebung bis hin zum „Förderverein Marten und Germania e, V.“ am Gelingen des Demokratietages mit. Letzterer servierte den Gästen erneut Rikscha-Fahrten durch den Ort, die diesmal noch einen praktischen Nutzen hatten: Den nämlich, die Meile mit der zweiten Veranstaltungs-Location im Alten Amtshaus zu verbinden. Ein Konzept indes, das sich am 12.9. nicht wirklich bewährte: Zwischen zwei „Spielorten“ hin- und herzupendeln war für die meisten Besucher offenbar keine Option, was es den Angeboten an der Steinhammer Straße – u. a. ein Vortrag von Guido Steinke über KI und Demokratie sowie das Dialogformat “Rede mit mir“ – leider merklich schwer machte.
Der Demokratietag selbst allerdings wird im nächsten Jahr die Zelte ohnehin in einem anderen Stadtbezirk aufschlagen, denn genau das ist das Konzept des Projekts. Und so fanden sich auf der Martener Bühne neben Lüdos Noch-Bürgermeister Heiko Brankamp auch seine Kollegen aus Eving (Oliver Stens, SPD) und Scharnhorst (Werner Gollnick, CDU) ein: In Eving hatte der Demokratietag 2024 seinen Stapellauf gehabt, in Scharnhorst wird 2026 die nächste Auflage stattfinden. Und auch der jeweils in diesem Zuge weitergegebene „Wanderpokal“ wechselte unter Martens Linden konsequenterweise den Besitzer.

















