Stuttgart 21 oder der Pausenhof der Heinrich-Böll-Gesamtschule? Das Duell, dessen Ausgang sich lange niemand getraut hätte vorherzusagen, ist seit wenigen Wochen zu Gunsten der Dortmunder entschieden worden: Satte 19 Jahre sind ins Land gegangen und insgesamt drei Schulleiter hatten das Zepter in der Hand, seit ein maroder Teil des Schulhofs mit einem Bauzaun abgetrennt werden musste: Das sah nicht nur ausgesprochen hässlich aus, sondern drückte auch merklich die Aufenthaltsqualität.
Aufgeben wiederum war bei den Lütgendortmundern keine Option, auch wenn etliche Jahrgänge das HBG-Außengelände nur als Baustelle erlebten und sich auf Seiten der Stadt die Ankündigungen reihenweise als Luftnummern erwiesen. 2023 dann – Wunder gibt es immer wieder – kam mit einem recht cleveren „Deal“ Bewegung in die Angelegenheit: Ab sofort setzte die Stadt an der Volksgartenstraße die eigenen Landschaftsgärtner-Azubis ein, um die Situation in den Griff zu kriegen. An Aktionstagen wurden zudem Schülerinnen und Schüler mit in das Projekt eingebunden. Nach und nach traten Pflanzenbeete und Wege an die Stelle von kaputten Bodenplatten und bröckelndem Beton, und im Zentrum eines schneckenförmig angelegten künstlichen Wasserlaufs würde eines schönen Tages ein kleiner Springbrunnen seine Arbeit aufnehmen.
Dieser schöne Tag war dann kurz vor den großen Ferien tatsächlich gekommen: Lüdo ging also vor Stuttgart durchs Ziel und feierte diese Wegmarke standesgemäß mit einem großen Sommerfest an Ort und Stelle. Dazu fanden sich neben dem aktuellen Schulleiter auch dessen Vorgänger*innen Mechtild Gith und Peter Seger ein, schließlich hatten auch sie sich lange genug mit der Dauerbaustelle Pausenhof herumschlagen müssen. Als Sponsor und Brückenbauer zur Stadtpolitik gehörte auch Bezirksbürgermeister Andreas Lieven – stellvertretend für die örtliche BV – zu den Gästen. Die musikalische Begleitung meisterte man, wie es sich für eine weiterführende Schule gehört, mit Bordmitteln in Form von Schulorchester und Schulband.
Flüssige wie feste Nahrungsangebote fehlten ebenso wenig im Angebot wie Unterhaltungsmöglichkeiten. Die größte Aufmerksamkeit allerdings bekam der Wasserspeier, zu dessen Einweihung alle zusammengekommen waren. Der war durch die Schulgemeinschaft zuvor auf den Namen „Brunnen des Glücks“ getauft worden und trat dann schließlich auch, insbesondere zur Freude der jüngeren Jahrgänge, zuverlässig seinen Dienst an.
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

















