Leicht schildbürgerhaft wirkt es, wie Dortmunds Stadtverwaltung bislang mit dem Neubaugebiet Linnenweg – Nähe Lütgendortmunder Hellweg – verfahren ist. Das ist nämlich seit seiner Entstehung vor rund sechs Jahren nur über eine sog. Baustraße ans öffentliche Straßennetz angeschlossen. Die provisorische Straße wiederum hat ihrerseits u. a. provisorische Stellplätze und Garageneinfahrten zur Folge. Auf Nachhaken der örtlichen BV versprach man den Bewohnern im Laufe der letzten Jahre mehrfach die Behebung des Missstandes, ohne dass sich anschließend etwas änderte.
Lüdos SPD-Fraktion schaltete darauf sozusagen einen Gang höher und beantragte eine Berichterstattung der Stadtverwaltung, die dann in der Sitzung Ende Juni auch tatsächlich durch den Besuch einer städt. Mitarbeiterin erfolgte. Die gelieferte Information wiederum hat mit dem Neubeugebiet mindestens eines gemeinsam: Sie erschließt sich nicht direkt. Ein Straßenausbau sollte nämlich ursprünglich, erfuhren die Anwesenden sinngemäß, erst erfolgen, wenn ein bislang noch unbebautes Grundstück an den Mann oder die Frau gebracht worden sei. So möchte man mögliche Schäden an einer entstandenen Zuwegung vermeiden.
Was natürlich die Frage nach sich zieht, warum genau dies den Anwohnern nicht schon längst kommuniziert wurde und man diese stattdessen mit Versprechungen, auf die dann keine Taten folgten, bei Laune hielt.
Und es wird sogar noch ein bisschen absurder: Schon 2023, so die Vertreterin der Stadtverwaltung, habe man sich in den zuständigen Gremien umentschieden und beschlossen, die Straße – freies Grundstück hin oder her – auf jeden Fall fertig zu stellen. Für die aufgelaufenen Verzögerungen bat sie ausdrücklich um Entschuldigung, spätestens Anfang 2027 könne man daher jetzt mit dem Beginn der Baumaßnahme rechnen,
Zusammengefasst könnte man der Angelegenheit also den „Geht doch!“-Stempel verpassen, zugleich ist sie aber auch Beispiel einer schlechten Kommunikation öffentlicher Stellen. Genau die bemängelte dann auch SPD-Fraktionssprecherin Erika Wehde im Zuge der BV-Sitzung noch einmal ausdrücklich und äußerte die Hoffnung, dass die Stadt ihre Zusagen diesmal auch wirklich umsetzen werde.














