Das Retro-Straßentheater-Spektakel „Once upon a time“ ließ sich finanziell nicht mehr stemmen und existiert nach zehn Jahren leider nur noch in der Erinnerung. Verwaist aber lag die Zeche Zollern auch in diesem Jahr über Pfingsten nicht in der Dortmunder Sonne: Der „Zollern Treff“ hatte sich zum Ziel gemacht, ein bisschen des vergangenen Retro-Glanzes einzufangen und weiterzutransportieren.
Den entsprechenden Job übernahmen auf dem Gelände des Industriemuseums gewissermaßen zwei Arten von Zylindern: Hier eine Armada chrom-blitzender, tuckernder Oldtimer, dort die Steampunk-Community in Ausgeh-Garderobe. Und auch ein kleines bisschen Live-Spektakel würde es für die Gäste geben, wie sich herausstellte: Auf der Wiese gegenüber der Lohnhalle lockte ein Zirkuszelt sowohl mit Puppentheater-Aufführungen als auch mit kleinen Akrobatik-Performances.
Ganz bewusst als „XS-Variante“ des einstigen Rummels konzipiert, lockte der Zollern Treff erwartungsgemäß deutlich weniger Publikum in den Dortmunder Westen. Positiver Nebeneffekt: Die Parkplatz-Suche rund um die Zeche kippte an den Pfingsttagen sehr selten in komplette Verzweiflung.
Die Anwesenden hatten Spaß am bizarren „Teapot-Race“, begutachteten die perfekt gepflegten Boliden und blickten vor allem staunend auf die phantasievollen Walking-Acts, die den Gästen auch in diesem Jahr hinter jeder Ecke begegnen konnten. Sibylle Nix jedenfalls, mit ihrer Event-Agentur “Funkelglanz” wie schon in den finalen Jahren von “Once upon a time” verantwortlich für den Steampunk-Part des bunten Treibens, kann sich eine Zukunft des neuen, kleineren Formats in Bövinghausen gut vorstellen. Die Zusammenarbeit mit den Oldtimer-Fans und deren Organisator Peter Führer etwa sei °fantastisch” gewesen, resümiert sie. Womöglich bleibt’s also auch in den nächsten Jahren zu Pfingsten bunt auf Zollern.

















