Nach jahrelangem Warten geht der lange ersehnte Spielplatzneubau im Mengeder Volksgarten nun tatsächlich in die Bauphase. Noch im August 2026 rollten auf dem knapp 6.000 Quadratmeter großen Gelände die Bagger an. Bis zur Fertigstellung wird es voraussichtlich bis zum Jahresende dauern.
Das rund 1,3 Millionen Euro teure Vorhaben war ursprünglich bereits im Jahr 2020 politisch auf den Weg gebracht worden. Damals kalkulierte man noch mit Kosten von etwa 360.000 Euro – die Summe hat sich seither mehr als verdreifacht. Verzögert hatte sich das Projekt wohl zum einen durch notwendige Infrastrukturarbeiten im Park, zum anderen durch fehlende personelle Kapazitäten in der zuständigen Verwaltungsstelle.

Ein Konzept für alle Altersklassen
Der geplante Spielplatz orientiert sich an einem älteren Konzept mit dem Titel „Spiel, Sport und Erholung am Emscherstrand“ und gliedert sich in vier Bereiche für unterschiedliche Altersgruppen. Für die Kleinsten bis fünf Jahre entsteht unter dem Namen „Kleiner Flussbarsch“ eine Zone mit Rutschen, Balancierelementen und einer Wasserspielanlage, ergänzt um Strandkörbe als Sitzgelegenheiten für Eltern. Kinder zwischen fünf und 14 Jahren finden im Bereich „Große Hechte“ ein weitläufiges Sandareal mit einem kletterbaren Spielkutter im Zentrum. Der Bereich „Möwe“ richtet sich an Drei- bis 14-Jährige und bietet mehrere Schaukeln sowie ein Trampolin; die Geräte sollen barrierefrei nutzbar sein, damit auch Kinder mit Behinderungen dort spielen können. Für Jugendliche und junge Erwachsene entstehen zudem eine Calisthenics-Anlage, ein Balancierparcours und ein DJ-Pult.
Der neue Spielplatz bildet den vorerst letzten großen Baustein bei der Neugestaltung des Volksgartens. Bereits in den vergangenen Jahren war im Park einiges passiert: Strom-, Wasser- und Abwasserleitungen wurden für Veranstaltungen erneuert, das Wegenetz nach Sturmschäden saniert, eine neue Parkbeleuchtung installiert und eine beleuchtete Boulebahn gebaut. Auch der Parkplatz wurde um etwa 100 Stellplätze erweitert, und im Rahmen von Aufforstungsaktionen wurden mehrere Tausend Bäume gepflanzt. Der Heimatwald wurde ausgeweitet und um neue Wegeverbindungen ergänzt.

















