In einer Pressemitteilung zur Konstituierung der Bezirksvertretung Mengede hatte die SPD – und hier insbesondere Sandra Spitzner, Vorsitzende des SPD-Stadtbezirks Mengede – dem wiedergewählten Bezirksbürgermeister undemokratisches Verhalten vorgeworfen.
Hier der Link zu dem Artikel vom 14. November 2025: https://www.wirindortmund.de/mengede/ueberraschung-bei-konstituierung-der-bezirksvertretung-mengede-294048
In einem Schreiben an unsere Redaktion, welches wir hier ungekürzt zur Verfügung stellen, nimmt Bezirksbürgermeister Axel Kunstmann Stellung zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen:
„Ich weiß nicht, was die SPD und besonders Sandra Spitzner zu diesen unbedachten Äußerungen gebracht hat, ich weiß nur, dass die genannten Vorwürfe und Anschuldigungen der SPD zur Wahl des Bezirksbürgermeisters eine Richtigstellung fordern. Denn nichts von dem, was Frau Spitzner schreibt, entspricht den Tatsachen.
Natürlich kann ich die Enttäuschung der SPD und besonders von Bruno Wisbar verstehen. Aber bei dieser Wahl des Bezirksbürgermeisters ist nichts Undemokratisches geschehen und es wurde auch nicht gegen zuvor gemachte Absprachen gehandelt, denn diese hat es nie gegeben – wie Sandra Spitzner behauptet.
In den ersten Gesprächen vor der konstituierenden Sitzung hat Sandra Spitzner deutlich gemacht, dass eine gemeinsame Liste der SPD mit den Grünen durchaus denkbar ist, allerdings immer mit der Vorgabe: Bruno Wisbar ist die Nummer 1 der Liste, Axel Kunstmann die Nummer 2.
Dieses Angebot war für uns Grüne und auch für mich als Noch-Bezirksbürgermeister aus verschiedenen Gründen nicht akzeptabel.
Schon im Vorfeld der Kommunalwahl bin ich von vielen Mengeder Bürgerinnen und Bürgern sowie von Menschen aus der Verwaltung angesprochen und gebeten worden, ich solle doch auf jeden Fall wieder als Bezirksbürgermeister kandidieren. Ich hätte in den letzten fünf Jahren gute Arbeit geleistet und wäre immer auf die Sorgen der Mitbürger*innen eingegangen und hätte versucht zu helfen.
Zudem sind viele Projekte, die in den vergangenen Jahren – auch von mir – angestoßen wurden, bislang noch nicht zu Ende geführt. Ein erfolgreicher Abschluss liegt mir daher weiterhin am Herzen. Daher auch mein Entschluss, auf jeden Fall zu versuchen, mich zur Wiederwahl als Bezirksbürgermeister zu stellen. Dies war allerdings – wie bereits vor fünf Jahren – nur mit der CDU möglich, da von Seiten der SPD kein Entgegenkommen signalisiert wurde. Die Resonanz auf meine Wiederwahl hat gezeigt, dass diese Entscheidung richtig war. Glückwünsche kamen von allen Seiten – auch über Parteigrenzen hinaus.
Dieses Wohlwollen gibt mir die Kraft auch weiterhin ehrenamtlich für die Menschen im Stadtbezirk tätig zu sein. So haben denn auch bereits die ersten Tage nach meiner Wiederwahl meinen vollen Einsatz gefordert. Wie es nach 2 ½ Jahren in der BV Mengede weitergehen wird, wer nach meinem Rücktritt Bezirksbürgermeister werden wird, steht in den Sternen.
Ich bin zuversichtlich, dass der Ausgang der Wahl in der konstituierenden Sitzung keinen Einfluss auf die weitere bislang gute Zusammenarbeit in der BV hat. Streitereien und Egoismen schaden diesem Gremium nur und kommen gewissen Kräften äußerst gelegen. Ich gehe davon aus, dass mein Einsatz für den Stadtbezirk auch weiterhin von der SPD unterstützt wird und sich die Fraktionen in der BV nicht auseinanderdividieren lassen. Denn eines wollen wir alle – über Parteigrenzen hinaus: uns respektvoll zum Wohle der Menschen im Stadtbezirk Mengede einsetzen.“

















