Am 17. Dezember wurde in dem Spundwandwalzwerk HSP der letzte Block gewalzt. Damit endete eine 103-jährige Geschichte eines der drei großen Hüttenwerke in Dortmund. Das war der Anlass für ein „Großes HSP-Treffen“ am 24.1. in der „Sportklause“ in Nette.
Was nicht selbstverständlich ist, seit der Schließung treffen sich zwei bis drei Mal jährlich 30 bis 40 ehemalige Kolleginnen und Kollegen auf dem Sportplatz von DJK Sportfreunde Nette zu einem Frühschoppen, 25mal inzwischen.
Das Treffen hatte Klaus Röhr, die Seele der Zusammenkünfte, mit einigen Kollegen vorbereitet. Auf mehreren Stelltafeln wurde die Geschichte des selbständigen Streiks 1999 und von verschiedenen Aktivitäten der Belegschaft dargestellt. Dazu wurden Bilder und kleine Filme an die Wand projiziert. Insgesamt waren im Laufe des Nachmittags rund 60 Kolleginnen und Kollegen, Freunde und ehemalige Unterstützer der Belegschaft gekommen. Die Kollegen standen in immer wechselnden Gruppen beieinander, erinnerten sich an gemeinsame Erlebnisse, aber auch, was sie inzwischen erlebt haben, wie es ihnen geht.
Klaus Röhr begrüßte die Anwesenden mit den Worten: „Ich freue mich, dass so viele gekommen sind. Wenn wir uns hier treffen, denken wir auch an all die Kollegen, die inzwischen nicht mehr unter uns sind. Mich überkommt immer noch Wehmut, wenn ich an die Schließung denke. Aber so traurig das auch ist, dürfen wir nicht vergessen, dass wir durch unseren Streik 1999 die Schließung verhindert und 16 Jahre länger Spundbohlen produziert haben. Wir wissen alle, dass die Schließung eine politische Entscheidung war, denn die Auftragsbücher waren voll.“
Die letzten Teilnehmer sollen lange am Tisch in der Kneipe gesessen haben. Klaus Röhr kündigte als nächsten Höhepunkt ein Sommerfest an.

















