Rund 150 Gäste aus Politik, Vereinen, Verbänden, Wirtschaft, Kirche, Handel und Bildung waren der Einladung von Bezirksbürgermeister Axel Kunstmann zum Neujahrsempfang in das Kulturzentrum Mengeder Saalbau gefolgt.
Nach der Begrüßung durch die Geschäftsführerin der Bezirksvertretung, Antje Klein, folgte der musikalische Beitrag durch den „Schülerchor des Heinrich-Heine-Gymnasiums“ unter der Leitung von Kerstin Langrock.
Mit Songs wie „Rolling In The Deep“ von Adele und dem Oldie-Klassiker „California Dreamin“ von den Mamas & Papas begeisterte das Gesangsensemble die Zuhörer und konnte erst nach langem Applaus und der geforderten Zugabe die Bühne wieder verlassen.
Erstmals konnte beim Neujahrsempfang der Bezirksvertretung Mengede mit Britta Gövert (Bündnis 90/Die Grünen) eine amtierende Dortmunder Bürgermeisterin begrüßt werden. Sie überraschte in ihren Grußworten mit einer engen Verbindung zu Mengede, da sie ihre Diplomarbeit über den Mengeder Stadtbezirk geschrieben hatte.
Kritische Worte schickte Bezirksbürgermeister Axel Kunstmann in Richtung Oberbürgermeister Alexander Kalouti, der gleich zu Beginn seiner Amtszeit verkündet hatte, das Areal rund um die Halde Groppenbruch als Gewerbegebiet auszuweisen. „Warum muss wieder einmal der Versuch gestartet werden, ein Naherholungsgebiet mit landwirtschaftlicher Nutzung in ein Gewerbegebiet oder Schlimmeres umzuwandeln. Wie damals – vor gefühlt 20 Jahren – sage ich es heute noch einmal: nicht mit uns. Und ich weiß – wie damals – die Landwirte auf unserer Seite. Groppenbruch brauchen wir als Frischluftschneise und grünen Gürtel in unserem Stadtbezirk“, so Kunstmann.
„Und vielleicht ergibt sich ja sogar eine Chance, mit den Stadt-Oberen weitere Bereiche im Umfeld unseres Stadtbezirks anzuschauen, die gerade ‘zugepflastert’ werden: die Baustelle am Dicken Dören in Waltrop, direkt an Groppenbruch; das Hillwood-Gelände in Brambauer, direkt an Schwieringhausen; das Gewerbegebiet Deininghauser Weg in Ickern; das riesige IKEA-Lager auf der Ellinghauser Halde. Wir brauchen keine neuen Projekte oder einen Neu-Aufguss von alten Plänen. Die Stadt sollte erst einmal dafür sorgen, dass all die angefangenen und noch nicht zu Ende gebrachten Projekte abgeschlossen werden. Ich denke da an den Eingangsbereich Volksgarten, an den neuen Spielplatz in diesem Park, an die Umkleiden bei Rot-Weiß Germania und die Sanitäranlagen bei Mengede 08/20. Ich denke auch an die beiden maroden Brücken, die Schwieringhauser und die Groppenbrucher Brücke und an die ehemalige Kaufland-Immobilie, wo es kein Vorankommen gibt, nur Behinderungen. Die Dependance der Musikschule am Mengeder Busbahnhof lässt weiter auf sich warten und last but not least sind da all die verschiedenen Maßnahmen, die im Rahmen der IGA 2027 noch umgesetzt werden sollen“, führte der Bezirksbürgermeister weiter aus.
Abschließend bedankte er sich bei den Anwesenden für die ihm bisher entgegengebrachte Unterstützung und beendete seine Rede mit einer Textzeile aus dem Weihnachtslied „O Tannenbaum“: „Die Hoffnung und Beständigkeit – Gibt Mut und Kraft zu jeder Zeit“.

















