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Symbolischer Spatenstich für die Sanierung von Schloss Bodelschwingh

von Wir in Dortmund (RO)
vor 1 Jahr
in Mengede, Dortmund
Lesezeit: 3 Minuten
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Ministerin Ina Scharrenbach (5. v. l.) und viele Gäste aus Politik sowie der Dortmunder Stadtgesellschaft, wie zum Beispiel Oberbürgermeister Thomas Westphal, Oberbürgermeister a. D. Ulrich Sierau und Familie Freiherr zu Innhausen und Knyphausen,  gaben den Startschuss zur denkmalgerechten Sanierung des Schlosses Bodelschwingh. (Fotos: Wir in Dortmund)

Ministerin Ina Scharrenbach (5. v. l.) und viele Gäste aus Politik sowie der Dortmunder Stadtgesellschaft, wie zum Beispiel Oberbürgermeister Thomas Westphal, Oberbürgermeister a. D. Ulrich Sierau und Familie Freiherr zu Innhausen und Knyphausen, gaben den Startschuss zur denkmalgerechten Sanierung des Schlosses Bodelschwingh. (Fotos: Wir in Dortmund)

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Nach jahrelangen Vorbereitungen hat jetzt die Sanierung des 700 Jahre alten Schlosses Bodelschwingh begonnen. Das Wasserschloss wurde als „National wertvolles Kulturdenkmal“ von Bund (BVA und BKM) und Land NRW eingestuft und ist eines der ältesten, noch erhaltenen Profanbauten Dortmunds, dass seit seiner Erbauung im Jahr 1302 durchgehend bewohnt ist.

Neben seiner Bedeutung und Nutzung als nicht-öffentlicher Wohnort der Familie zu Knyphausen hat sich Schloss Bodelschwingh in den vergangenen elf Jahren als Veranstaltungsort für Events wie Gartenflair, Weihnachtsflair und weitere kulturelle Highlights einen Namen gemacht hat. Mit der umfangreichen Sanierung des baulichen Bestands und Schutz der Außenhülle steht dieses Dortmunder Wahrzeichen vor einem neuen Kapitel seiner Geschichte.

 

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Symbolischer Spatenstich für die Sanierung von Schloss Bodelschwingh
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Symbolischer Spatenstich für die Sanierung von Schloss Bodelschwingh
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Ein Meilenstein für den Denkmalschutz

Die Arbeiten zum Erhalt des denkmalgeschützten Bauwerks starteten mit der Einrüstung und werden laut Bauzeitenplan bis Ende 2026 andauern. Die Arbeiten beinhalten die komplette Dacheindeckung, Teile des immer noch originalen Dachstuhls, umfassende Bereiche des stark verwitterten und beschädigten Putzes, die äußeren Steinmetzarbeiten sowie Fenster und Regenwasserableitungen. Die Modernisierung umfasst somit alle baulichen Bereiche, die das Bauwerk vor Wassereintrag und damit einhergehendem Verfall durch Witterungsschäden schützen. Gefördert wird dieses komplexe Bauvorhaben durch den Bund, das Land NRW sowie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz.

Ziel ist es, die Zukunft des Schlosses als kulturelles regionales und europäisches Kulturerbe zu schützen und damit auch für die Öffentlichkeit u.a. als Veranstaltungsort dauerhaft zu erhalten.

Veranstaltungspause während der Bauzeit

Infolge der umfassenden Sanierungsarbeiten an Schloss und Gräften setzen die beliebten Veranstaltungen Garten- und Weihnachtsflair für die Jahre 2025 und 2026 aus. „Wir sind dankbar für die Treue unserer Aussteller und Besucher und bedauern, dass wir diese Entscheidung treffen mussten. Gleichzeitig freuen wir uns darauf, 2027 mit altbewährten Konzepten und neuen Ideen wieder viele Menschen nach Schloss Bodelschwingh einzuladen“, so die Veranstalter.

Dank an die treuen Partner

Ein besonderer Dank gilt der Stadt Dortmund für die große Unterstützung bei der Realisierung des Fördermittelprojekts. Insbesondere Bürgermeister Thomas Westphal und Bürgermeister a.D. Ullrich Sierau sowie die Dortmunder Bundestagsabgeordneten Jens Peick und Sabine Poschmann haben sich gemeinsam enorm für den Erhalt und das Zustandekommen der Bundes- und Landesförderung eingesetzt. „Ohne die ständige Begleitung und Fürsprache an unterschiedlichsten Stellen wäre dieses Projekt nicht zustande gekommen“, sagen Felix und Mireta zu Knyphausen über die gemeinsamen Anstrengungen der letzten Jahre.

 

Sanierungsstart für Schloss Bodelschwingh – Überblick zum Bauablauf

Voraussichtliche (!) Projektzeit: April 2025 bis Dezember 2026.

Bauliches Ziel der Maßnahme ist die dringend notwendige Sanierung der „Außenhaut“, um den fortschreitenden Verfall durch Wetter- (=Wasser-) Eintrag zu schützen und den nachfolgenden Schädlingsbefall in den organischen Bauteilen zu stoppen, um so dem Haus eine Zukunft im Bestand zu geben.

Die sanierungsbedürftigen Bauteile sind:

– die Dachdeckung

– Teile des Dachstuhls und der tragenden Balkenkonstruktion

– umfangreiche Bereiche der Fassade mit schadhaftem Putz

– die Wasserführung (= Regenrinnen) und wasserführenden Steinsimse

– Fenster und Schlagläden

Es wird denkmalgerecht im Bestand saniert. Das bedeutet, dass mit baugerechten Materialien repariert und in Stand gesetzt wird. Nur dort, wo durch Verfall Vorhandenes unwiederbringlich zerstört ist und Altes nicht weiterverwendet werden kann, wird ausgetauscht. Das Erscheinungsbild des Bauwerks bleibt unverändert. Das Schloss als „national wertvolles Kulturgut“ wird ein sichtbares und erfahrbares Zeitzeugnis der regionalen und überregionalen Baugeschichte bleiben.

Voraussichtlich Ende April beginnt der Gerüstbau vor Ort und wird etwa drei Monate dauern, bis das Schloss vollständig eingerüstet ist. Die erste Phase des Gerüstbaus findet teilweise unter Wasser statt. Dafür hebt ein Kran vorgefertigte Bauteile für die unterste Lage des Gerüsts in die Gräfte, die dann von Industrietauchern um das Schloss herumgeschoben werden. Anschließend wird das Gerüst zunächst unter Wasser, dann oberhalb der Wasseroberfläche bis zum Dach hochgezogen. Im Spätsommer sollen planerisch die eigentlichen Sanierungsarbeiten am Haus beginnen.

Parallel zu den Sanierungsarbeiten am Schloss ist ein Klimaprojekt zur Regenerierung der Schlossgräften in Arbeit, die – ähnlich wie andere regionale Beispiele – u.a. durch die veränderten Klimabedingungen stark unter Druck geraten ist. Die baulichen Arbeiten (Entschlammung und Renaturierung, Steuerungselemente der Wasserhöhen) zielen darauf ab, die Schlossgräften in den lokalen Hochwasserschutz einzubinden und bei Starkregenereignissen einen Beitrag zur Wasserspeicherung zu leisten. Planerisch soll dieses Projekt – das auf Förderebene ein eigenständiges Projekt ist und im Programm zur „Klimaanpassung urbaner Räume“ des BBSR läuft – ebenfalls Ende 2026/Anfang 2027 abgeschlossen sein.

Infolge der umfassenden Sanierungsarbeiten an Schloss und Gräften pausieren Garten- und Weihnachtsflair für die Jahre 2025 und 2026. In dieser Zeit arbeitet das Veranstaltungsteam an den altbewährten Konzepten und an neuen Ideen, um nach der Sanierung wieder viele Menschen nach Schloss Bodelschwingh einzuladen.

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